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Untersuchungen über das hydromechanische Tiefziehen, insbesondere an Werkstücken aus kunststoffbeschichteten Stahlblechen

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Kurzbeschreibung

Es wurde über Untersuchungen auf dem Gebiet des hydromechanischen Tiefziehens berichtet. Die Finanzierung der Forschungsarbeiten erfolgte mit Hilfe der von Seiten der Deutschen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung und Oberflächenbehandlung e.V., Düsseldorf Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen e.V., Köln Aufbauend auf die im Auftrage der DFBO von G. Oehler I 4, 5/ durchgeführten Forschungsarbeiten sollten grundsätzliche Untersuchungen zur Spannungsanalyse und zum Einfluss verfahrens- und werkstoffbedingter Einflussfaktoren auf die Form- und Maßgenauigkeit hydromechanisch tiefgezogener Werkstücke im Vergleich zu herkömmlich tiefgezogenen Werkstücken ermittelt werden, um damit einen Beitrag zum wirtschaftlichen Einsatz dieses Sandertiefziehverfahrens zu leisten.
Es wurden mit Hilfe der elementaren Membranspannungstheorie Berechnungsansätze zur Erfassung der Spannungen in der "freien Umformzone" beim hydromechanischen Tiefziehen aufgestellt, die durch entsprechende Versuchsreihen bestätigt wurden. Die bisher zunächst für zylindrische Werkstücke gewonnenen Ergebnisse müssen auf konische, parabolische und quadratische Werkstücke übertragen werden.
Neben der Erarbeitung besserer Kenntnisse über die Umformbeanspruchungen in der "freien Umformzone" wurden in dieser Forschungsarbeit auch die bei diesem Sondertiefziehverfahren zu erzielenden Form- und Maßgenauigkeiten untersucht. Dabei konnte grundsätzlich festgestellt werden, dass die Fertigungstoleranzen beim hydro-mechanischen Tiefziehen wesentlich verbessert werden können.
Zu Vergleichszwecken wurden zylindrische Werkstücke mit Flachboden einmal herkömmlich und einmal hydromechanisch bei unterschiedlichen Ziehverhältnissen und Wasserdrücken tiefgezogen.
Bei Einsatz des hydromechanischen Tiefziehens konnte

eine gleichmäßigere Wanddicke vom Boden bis zum Flansch des Werkstückes

eine Verbesserung der Rundheit

eine Verbesserung der Zylindrizität erzielt werden.
Die Formgenauigkeit insgesamt erreicht bei Ziehverhältnissen ß0 = 2,1 Fertigungstoleranzen bis ISO-Toleranzreihe IT 7 . für den Versuchswerkstoff Nr. 1 sowie Fertigungstoleranzen bis ISO-ToleranzreiheiT10 für den Versuchswerkstoff Nr. 2.
Darüber hinaus besteht das Ziel, auch werkzeugbedingte Einflußfaktoren, wie z.B. der Ziehspalt, hinsichtlich der Form- und Maßgenauigkeit zu untersuchen. Dabei soll eine Verbesserung der Druckanstiegscharakteristik sowie eine zusätzliche Drucksteuerung die Form- und Maßtoleranzen weiterhin verbessern.
Beim Umformen kunststoffbeschichteter Stahlbleche wird bei Einsatz des hydromechanischen Tiefziehens eine Verbesserung der Eigenschaftsänderungen, d. h.:

höhere Haftfestigkeit

geringere Zunahme der bezogenen Rauhtiefe

geringere Abnahme des bezogenen Glanzgrades

gegenüber dem herkömmlichen Tiefziehen erzielt.

Details
Schlagworte

Titel: Untersuchungen über das hydromechanische Tiefziehen, insbesondere an Werkstücken aus kunststoffbeschichteten Stahlblechen
Autoren/Herausgeber: Eberhard von Finckenstein
Aus der Reihe: EFB-Forschungsbericht
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783867760676

Seitenzahl: 94
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Sprache: Deutsch

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