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VERSO

Paul Holz Künstler-Novelle

Taschenbuch
8,90 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Schleswig, 18. Januar 1938. Der Zeichner Paul Holz sitzt allein im Arbeitszimmer seiner Villenwohnung, vis-à-vis Schloss Gottorf. Am Abend soll im Kollegenkreis gekegelt werden. Um Holz herum läuft familiäres Leben ab, die Töchter streiten, die Frau schlichtet. Dass er in Kürze sterben wird, ist Holz Gewissheit und Trost. Die Nazis haben seine Federzeichnungen aus Museen und ihn, Holz, von der Kunstakademie Breslau nach „Sibirien“, als das er Schleswig empfindet, verbannt. Er ist isoliert, einsam, krank, spielt die Rolle des harmlosen Zeichenlehrers. Wie ein Karussell drehen Runde um Runde die Erinnerungen: an die zähe Eroberung seiner kapriziösen Lea in Jatznick, die vorpommersche Heimat, einen kuriosen Besuch bei Zille in Berlin, die Motivsuche im Stettiner Irrenhaus, Sauftouren. Der Abend naht als Bedrohung, die Kegler kommen Holz zunehmend wie Unteroffiziere vor.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: VERSO
Autoren/Herausgeber: Roland Gutsch
Ausgabe: 1. Aufl.

ISBN/EAN: 9783943168198

Seitenzahl: 88
Format: 21 x 12,5 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Sprache: Deutsch

Der Autor Roland Gutsch, 1961 in der Uckermark geboren, veröffentlichte 1999 seinen Debütroman „Die verkaufte Bibliothek“, der Dialog „Repliken“ (2002) erhielt einen Preis bei einem Schreibwettbewerb. Für den Erzählungsband „Zweieinhalb Tage“ (2004) wurde dem Autor der Annalise-Wagner-Preis verliehen. Sein Roman „Nimmer. Lizas Liebe“ erschien 2007. Gutsch ist als Journalist in Neubrandenburg tätig. Er studierte Germanistik, Anglistik, Pädagogik in Rostock und Kommunikation in Leipzig.

„Für Holz in Schleswig, für Holz im Januar Neunzehnachtunddreißig ist der Tod keine vage Vereinbarung mehr, sondern abgemachte Sache. Holz hat aufgegeben, nämlich sich. Der Schiffer Skaaro, versinkend im Moor, er wehrt sich nicht mehr.“
Roland Gutsch erdenkt den letzten Tag im Leben des Zeichners Paul Holz. Sensibel nähert sich der Autor in seiner Novelle einem einst enthusiastischen, in der inneren Emigration gebrochenen Künstler.

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