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Welchen Einfluss hat das Alter auf die Spracherholung nach einer unilateralen Hirnläsion?

GRIN Verlag,
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Kurzbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Psychologie - Kognitive Psychologie, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen (Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie), Veranstaltung: Wissenschaftliche Kompetenzen der Psychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Hirnläsionen in der Kindheit sind Beispiele für die bemerkenswerte Kapazität.

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Hauptbeschreibung

Titel: Welchen Einfluss hat das Alter auf die Spracherholung nach einer unilateralen Hirnläsion?
Autoren/Herausgeber: Katharina Reimitz
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783668089099

Seitenzahl: 16
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Psychologie - Kognitive Psychologie, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen (Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie), Veranstaltung: Wissenschaftliche Kompetenzen der Psychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Hirnläsionen in der Kindheit sind Beispiele für die bemerkenswerte Kapazität des jungen Gehirns, sich selbst innerhalb einer kurzen Zeit wiederherzustellen. Kinder mit fokalen Hirnläsionen zeigen typischerweise innerhalb von sechs Monaten bis hin zu zwei Jahren nach der Verletzung eine vollständige Erholung davon und entwickeln sich normal. Selbst wenn bei Kindern eine Hemisphäre entfernt werden musste, konnten Studien zeigen, dass ein Kleinkind oder Säugling kognitiv keine Nachteile davonträgt (Anderson, Spencer-Smith, & Wood, 2011).
Die früheste Forschung ging noch davon aus, dass sprachliche Defizite von Kindern nach einer Hirnläsion denen Erwachsener ähnelten. Doch viele Untersuchungen zeigen nun, dass diese kaum sprachliche Einschränkungen aufweisen, obwohl ihre Art der Verletzung bei Erwachsenen meist zu einer irreversiblen Aphasie, also einer erworbenen Sprach- und Kommunikationsstörung (Abbrenderis, 2010), führt (Bates, 1999). Normalerweise haben also jüngere Patienten hinsichtlich der Spracherholung eine gute Prognose, Erwachsene ab ca. 40 Jahren jedoch eine schlechtere, obwohl einige von ihnen Besserungen zeigen (Prins, Snow, & Wagenaar, 1978).
Wenn die plastische Eigenschaft des Gehirns nun also mit zunehmendem Alter graduell abnimmt (Bates et al., 2001), wird dann die sprachliche Rehabilitation parallel dazu immer schlechter? Oder gibt es vielleicht sogar eine konkrete Altersschwelle, nach der es dem kindlichen Gehirn schwerer fällt, sich zu reorganisieren? Der sprachliche Rehabilitationsverlauf über verschiedene Altersklassen hinweg ist in der Literatur nur aus Einzelstudien zusammenzupuzzeln, die oft jedoch konträre Ergebnisse aufzeigen. Direkte Vergleichsstudien von z. B. Kindern mit Erwachsenen sind dabei Mangelware.
Um den Einfluss des Alters eines Menschen beim Eintritt einer Läsion hinsichtlich seiner Rehabilitationschancen zu untersuchen, werden deshalb nun im Folgenden, anschließend an eine kleine theoretische Einführung zur Plastizität des Gehirns und der Idee einer kritischen Periode, drei Studien genauer vorgestellt: Die erste zeigt Unterschiede zwischen Kindern auf, die zweite liefert erstaunliche Erkenntnisse zur Rehabilitation von Erwachsenen und die letzte versucht Kinder im direkten Vergleich Erwachsenen gegenüber zu stellen. Ob und wie diese Studien Altersunterschiede im Spracherholungsverlauf aufzeigen und die und die dahinter stehenden Theorien unterstützen, wird dann in der Diskussion erörtert.

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