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Wikinger

Aus genealogischer Sicht

Schörle, H J,
Buch
48,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Wikinger, die edlen Barbaren Europas. Um 100 ndZ bis 1331.
Über 6 Jahre recherchierte Wolf Lüdeke von Weltzien für dieses Buch. Auf vielen Ahnentafeln, Hintergrundsinformationen und eigenen Anmerkungen des Verfassers geben einen interessanten Einblick in das Leben und die Zeit der Wikinger. Ein Geheimtip für jeden der sich tiefer über das Leben der Wikinger informieren will.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Wikinger
Autoren/Herausgeber: Wolf L von Weltzien
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783926341105

Seitenzahl: 324
Format: 30 x 20,5 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 1,200 g
Sprache: Deutsch

Wolf Lüdeke von Weltzien verstarb am 3. Januar 2004. Das Manuscipt für dieses Buch hatte er fertigstellen können. Bedauerlicher Weise erlebte er das Erscheinen des Buches nicht mehr.

Der Name Wikinger wurde erst später gebräuchlich, aber ihre Vorgänger waren ohne Zweifel Nord-/Indogermanen. Etwa 200 vdZ bauten sie Schiffe, fuhren zur See. Das fi el mit der Nutzung von Eisen zusammen (Raseneisenstein), welches die Voraussetzung für qualifi ziertes Werkzeug (die Axt) bildete. Mehrere hundert Jahre gab es im Norden weder andere Schiffsbauer noch andere Seefahrer. Sie sprangen gewissermaßen aus ihrem Jahre 0 in die Geschichte hinein. Sie waren die ersten Menschen auf entdecktem Neuland, trafen weder andere, Urmenschen oder Autochthone, also absolut allein. So konnten sie sich weder an Beispielen oder Visionen anlehnen. Jeder Gegenstand, jede Methode mußte von ihnen durchdacht sein. Hunger, Kälte, Regen waren die täglichen Begleiter. Es gab nur wenig Menschen und Tiere, aber viel Zeit zum Nachdenken im Winter, bei langen Nächten. Als sie später auf Menschen trafen, waren es Indianer (also auch Zugereiste) oder Kelten, Indogermanen wie sie selbst. Als genaue Beobachter der Natur waren sie besonders spökenkiekerig, überwanden das aber durch ihren Verstand. Mit den Heldensagen schufen sie sich auch ihre Göttersagen selbst.Was sie herstellten, besonders im handwerklichen Bereich, wurde zur Meisterleistung. Für Pfl anzenzucht und Tierhaltung hatten sie ebenfalls eine glückliche Hand. Im Gegensatz zu den Griechen waren sie echte Demokraten. Nichts lief ohne Wahl/Thing. Manchmal gaben sie durch die Macht gezwungen nach, holten sich aber später alles zurück. Durch die monatelange Abwesenheit der Männer, allein mit Kindern, Kranken, Alten, hatten die Frauen daheim die Macht übernommen. Im Jahr 1000 (saeculum obscurum) besaßen Frauen mehr Macht als in unserer modernen Zeit. Gegenüber dem eigenen Stamm, ja oft auch der eigenen Verwandtschaft, war man loyal und bevorzugte die Legalität. Gleichwohl war jeder Wikinger im Grunde seines Herzens immer gegen einen Staat, für die Freiheit und daher eher eine Art Anarchist. Andererseits sind die Wikinger ohne ihre Genealogien und verwandtschaftlichen Verfl echtungen kaum zu verstehen. Als die Karolinger erloschen, schützten sie die Kapetinger und vermieden so ein großes Blutbad wie bei den Merowingern und Franken. Die Wikinger waren harte und brutale Kämpfer, aber sobald Frieden oder Waffenstillstand geschlossen war, handelten sie, langfristig vorausschauend, nach den Gesetzen. Das Verhandeln stand bei ihnen immer hoch im Kurs, unnötiges Risiko suchten sie sich zu ersparen. Als Besatzungsmacht genossen sie, durch ihre Toleranz und ihren Gerechtigkeitssinn, hohes Ansehen. Der Franzose nennt es „eine hohe Moral“.

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