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Zur Bedeutung der Allgemeinen Pädagogik in der Lehrerbildung

Kovac, Dr. Verlag,
Buch
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Kurzbeschreibung

Seit Mitte der 1990er Jahre wird innerhalb der Erziehungswissenschaft über Sinn und Zweck der Allgemeinen Pädagogik diskutiert. Vor allem die Verlagerung des Interesses von der bis dahin geforderten Verbesserung der Lehre zu einer Verbreiterung und Vertiefung der Forschung gab der erwünschten 'Verwissenschaftlichung' ihrer Studiengänge zunehmend neue Strukturen. Die Vermittlung einer Allgemeinen bzw. Gemeinsamen Pädagogik schien nicht nur unnötig, sondern schließlich sogar unmöglich. Dabei ging man von der nachvollziehbaren Feststellung aus, dass die Fragen, die traditionell von der Allgemeinen Pädagogik gestellt worden waren, nicht mehr behandelt werden müssen, da die Wissenschaftlichkeit der Disziplin anerkannt sei, über die Berechtigung der unterschiedenen Richtungen nicht mehr gestritten und methodologische Auseinandersetzungen deshalb nicht mehr geführt würden. Vor allem eine 'systematische' Betrachtung der Erziehungswirklichkeit schien in der Perspektive der Postmoderne und später im Lichte des Konstruktivismus anachronistisch zu sein. Dabei geriet aus dem Blick, um Klaus Mollenhauer zu zitieren, dass die unterschiedlichen pädagogischen Verhalten in den sozialen Beziehungen "zwischen Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern, Heimerziehern und Klienten" etc. Ähnlichkeiten bzw. 'Verwandtschaften' stiften, die in der Gesellschaft zu neuen 'Problemstellungen' führen und in der Wissenschaft zur Verständigung über die mit Begriffen und Kategorien verbundenen 'Ordnungsabsichten' nötigen. In der Veröffentlichung wird deshalb mit vier exemplarischen Sachverhalten danach gefragt, welche Veränderungen zu Komplikationen der Erziehungswirklichkeit geführt haben - und ob diese besser als mit anderen Mitteln durch eine Neukonstruktion der Allgemeinen Pädagogik aufgefangen werden können. 1. Verlangt die Umstellung auf die Bachelor-Master-Struktur des Studiums in der Lehrerbildung eine "Umorientierung der Aufmerksamkeit", um noch einmal Mollenhauer zu zitieren, auch den "Mut zum Fragen?"
2. Liegt es nicht nahe, dem gewandelten Anforderungsprofil 'Polyvalenz' für die pädagogische Tätigkeit im Allgemeinen und den Lehrberuf im Besonderen durch eine Verallgemeinerung des entsprechenden Wissens zu entsprechen?
3. Sollten bei dieser Gelegenheit nicht auch die Komplexität der multikulturellen sozialen Beziehungen zur Kenntnis genommen und durch eine Überprüfung der monokulturellen Theorie für ihre Eignung in der inter- oder polykulturell geprägten Praxis beantwortet werden?
4. Wenn es heute nicht nur erlaubt ist, sondern ausdrücklich empfohlen wird, ein Forschungsfeld mit einem 'komplexen Instrumentarium abzutasten", wie Peter Alheit et al. schreiben, wäre es dann nicht angebracht, die Voraussetzungen einer Triangulation 'allgemeinpädagogisch' zu reflektieren?
Einer veränderten pädagogischen Situation mit der Abschaffung einer dadurch teilweise überholten Allgemeinen Pädagogik Rechnung tragen zu wollen, heißt, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Zunächst ist zu prüfen, ob sie noch eine Bedeutung z.B. in der Lehrerbildung hat.

Details
Schlagworte

Titel: Zur Bedeutung der Allgemeinen Pädagogik in der Lehrerbildung
Autoren/Herausgeber: Kathrin Rheinländer
Aus der Reihe: Schriften zur Pädagogischen Theorie
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783830063650

Seitenzahl: 118
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 158 g
Sprache: Deutsch

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